Speyer eine historisch und kulturelle Stadt

 

Als römische Gründung eine der ältesten Städte Deutschlands hieß sie Noviomagusoder Civitas Nemetum. Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine derbedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches der Deutschen Nation.Zwischen 1816 und 1945 Sitz der bayrischen Verwaltung der Pfalz, gehört Speyerheute als kreisfreie zu Rheinland-Pfalz und hat gut 50.000 Einwohner. Weithinbekannt ist Speyer durch seinen Kaiser-oder Mariendom. Er ist die weltweitgrößte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Hier einige Bilder zu Speyer:


 

 

    Zeittafel

 


 

 

  

 

    10    v.Chr.   

    Anlage des ersten römischen    Militärlagers und Ansiedlung der Nemeter auf dem linken Rheinufer    (Archäologische Spuren weisen auf keltische Siedlungstätigkeit in der 2.    Hälfte des vorchristlichen Jahrtausends hin).    

    um 83 n.   
    Chr.
   

    Zivilsiedlung    Noviomagus wird Vorort der Gaugemeinde der Nemeter - Civitas Nemetum    (2.Jh.n. Chr. Blütezeit der Civitas
    Nemetum).
   

    250   

    Bereits    Weinbau in der Umgebung von Speyer.    

    275   

    Zerstörung    der Zivilsiedlung (Civitas Nemetum) durch Alemanneneinfälle.    

    346   

    Für    Speyer wird ein Bischof erwähnt.    

    496/506   

    Früheste    Nennung des Namens „Spira“.    

    614   

    Auf dem    Pariser Nationalkonzil nahm der erste, zweifelsfrei nachweisbare    mittelalterliche Bischof von Speyer teil.    

    969   

    Kaiser Otto I. macht den Bischof    zum Stadtherrn; Baubeginn der ersten mittelalterlichen Stadtmauer.    

    1030   

    Der    salische Kaiser Konrad II. legt den Grundstein zum Speyerer Dom.    

    1076    

    Kaiser    Heinrich IV. bricht von Speyer, seiner Lieblingsstadt, zum Bußgang nach    Canossa auf.    

    1084   

    Gründung    der Jüdischen Gemeinde    

    1111   

    Umfangreiche    Privilegien Heinrich V. begründen den langen Weg Speyers zu kommunaler    Selbstverwaltung.    

    um
    1230
   

    Rat und    Bürgergemeinde erlassen mit Einverständnis des Bischofs das erste Speyerer    Stadtrecht.    

    1294   

    Der    Bischof verliert die meisten seiner früheren Rechte, und die Stadt Speyer    zählt von nun an zu den Freien Reichsstädten.    

    1527-1689   

    Sitz des    Reichskammergerichts in Speyer.    

    1529   

    Auf dem    Reichstag „protestieren“ die evangelischen Reichsstände gegen die    reformationsfeindlichen Beschlüsse (d.h. gegen die Aufhebung des    „Abschieds“ von 1526).    

    1689   

    Die    Stadt wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen fast ganz    zerstört (Großer Brand in Speyer, erst 1698 beginnt der Wiederaufbau).    

    1717   

    Einweihung    der Dreifaltigkeitskirche.    

    1726    

    Einweihung    des Rathausneubaues.    

    1775 und    1779   

    Johann    Wolfgang von Goethe weilt in Speyer.    

    1792   

    Speyer    wird von französischen Revolutionstruppen erorbert und bleibt bis 1814    unter französischer Herrschaft.    

    1797   

    Speyer    erhält die französische Behördenverfassung.    

    1816   

    Die    Stadt wird Kreishauptstadt der Pfalz und ist Sitz der Regierung des    Bayerischen Rheinkreises später Bayerische Pfalz (bis zum Ende des 2.    Weltkrieges).    

    1829   

    Der    Maler Anselm Feuerbach wird in Speyer geboren.    

    1859   

    Gründung    der Diakonissenanstalt Speyer    

    1880   

    Der    Maler Hans Purrmann wird in Speyer geboren.    

    1893-1904   

    Bau der    Gedächtniskirche zur Erinnerung an die Protestation von 1529.    

    1900   

    Wissenschaftler    öffnen die Kaisergräber im Dom
    Heinrich Hilgard (Henry Villard), gebürtig aus Speyer, amerikanischer    „Eisenbahnkönig“, vielfältiger Förderer seiner Pfälzer Heimat, stirbt auf    seinem Landsitz Thorwood am Hudson.
   

    1904   

    Weihe    der zur Erinnerung an die Protestation von 1529 erbauten Gedächtniskirche    

    1907   

    Das    erste Speyerer Kino, das „Tonbild-Theater“, eröffnet in der    Maximilianstraße 15    

    1910   

    Erstes    Speyerer Brezelfest, heute das größte Volksfest am Oberrhein Historisches    Museum der Pfalz, eines der bedeutendsten in Deutschland, wird an heutigen    Standort eingeweiht (zuvor,seit 1870 am Siebertplatz/    Willy-Brandt-Platz)    

    1912   

    Der    Liberale Ernst Hertrich wird erster Berufsbürgermeister der Stadt. Er löst    den seit 1904 amtierenden Philipp Lichtenberger ab.     

    1913   

    Die    Pfalz-Flugzeugwerke produzieren bis1918 etwa 2500 Flugzeuge, sind mit    zuletzt ca. 2800 Beschäftigten größter Arbeitgeber der Region.    

    1914   

    Im    Ersten Weltkrieg bis 1918 fallen 468 Speyerer    

    1917   

    Otto    Moericke wird zum Bürgermeister ernannt.    

    1919   

    Karl    Leiling heißt der erste Oberbürgermeister der Stadt.    

    1920   

    Bau des    neuen Rheinhafens beginnt (Abschluss der Arbeiten 1924)
    Speyer wird "kreisunmittelbare“ Stadt 
   

    1923   

    Autonome    Regierung der Pfalz; 1924 Attentat auf deren Präsidenten Franz Josef Heinz    

    1929   

    Der    Rhein ist so stark zugefroren, dass man ihn zu Fuß überqueren kann.    

    1930   

    Am 27.    Mai verlässt die französische Armee, am 24. Juni die Gendarmerie die    Hauptstadt der Pfalz
    Zum Domjubiläum (900 Jahre Grundsteinlegung) ist erstmals seit 1871 der    Domnapf mit 1560 Litern Wein gefüllt. Seitdem wird der Brauch der einst bei    Amtsantritt eines Speyerer Bischofs üblich war, zu besonderen Anlässen    wiederholt.
   

    1933-38   

    Bau der    ersten festen Speyerer Rheinbrücke    

    1938   

    Pogromnacht:    Nationalsozialisten setzen die 1837 erbaute Synagoge in Brand. 1940 folgt    die Deportation von über 50 Speyerer Juden; nur wenige überleben den    Holocaust.    

    1945   

    Rheinbrücke    durch deutsche Truppenteile gesprengt
    Amerikanische Truppen besetzen die Stadt, kurz darauf von französischer    Armee abgelöst
    Im Zweiten Weltkrieg sind mindestens 1464 Speyerer gefallen, 263 bleiben    vermisst
   

    1946   

    20köpfiges    „Beratendes Bürgerratskomitee“ mit dem parteilosen Oberbürgermeister Hans    Hettinger an die Stadtspitze berufen. Im September löst der Christdemokrat    Paul Schäfer den kommissarischen OB Hettinger ab    

    1947   

    Gründung    der Staatlichen Akademie für Verwaltungswissenschaften (heute: Deutsche    Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer)    

    1949   

    Paulus    Skopp, SPD, beginnt seine 20jährige Ära als Oberbürgermeister
    Die 30.000ste Speyererin ist die siebenjährige Vollwaise Karin    Ullrich, Flüchtlingskind aus dem Osten
   

    1950   

    Der    Maler Hanns Marsilius Purrmann (1880-1966) wird Ehrenbürger seiner    Geburtsstadt    

    1952   

    Josef    Wendel, Bischof von Speyer, wird nach dem Tod Michael Faulhabers Erzbischof    von München und Freising. Schon Faulhaber wechselte 1917 von der Pfalz nach    Bayern    

    1953   

    Das    Speyerer Gymnasium holt die 1940 ausgefallene Feier des 400jährigen    Bestehens nach
    Im Beisein von Konrad Adenauer und Robert Schuman wird der Grundstein für    die Bernharduskirche gelegt. Geweiht wird die deutsch-französische    Friedenskirche 1954
   

    1954   

    Die    Ernst Heinkel GmbH produziert in Speyer. Später firmiert das Werk unter    VFW, unter Messerschmitt-Bölkow-Blohm und unter Deutsche Airbus GmbH. Ab    1995/96 führt dann die Belegschaft den Betrieb als „Pfalz-Flugzeugwerke    Speyer“ in eigener Regie.    

    1956   

    Neue    Rheinbrücke
    Partnerschaft mit Spalding (Großbritannien), 1959 mit Chartres (Frankreich)
   

    1957   

    Beginn    der Domrestaurierung im Hinblick auf die 900-Jahrfeier seiner Weihe 1961;    eine neue große Restaurierung läuft 1996 an    

    1965   

    Die    Stadt stiftet den Hans-Purrmann-Preis und richtet 1990 das Geburtshaus des    Malers in der Kleinen Greifengasse als Museum und Gedenkstätte ein.    

    1969   

    Der    Landkreis Speyer wird aufgelöst, aber Speyer selbst bleibt als einzige    Stadt im Land von der rheinland-pfälzischen Gebietsreform unberührt
    Nach dem Abtritt von OB Skopp tritt Christian Roßkopf, ebenfalls SPD, das    Erbe an; er amtiert bis 1994
   

    1975   

    Bürgerinitiative    rettet Geburtshaus des Malers Anselm Feuerbach (1829-1880) vor dem Abriss    

    1977   

    Christdemokrat    Georg Gölter, seit 1969 für den Wahlkreis Neustadt-Speyer im Bundestag,    avanciert zum Landesminister für Soziales, Gesundheit und Sport. Von 1981    bis 1991 leitet er das Kultusministerium
    Erste Fußgängerzonen fertiggestellt (Beginn der Stadtsanierung war 1972)
    Stadtarchäologie in Sanierungs- und Neubaugebieten
   

    1980   

    Die Unesco zeichnet den Speyerer Dom als    „Weltkulturerbe“ aus    

    1987   

    Papst    Johannes Paul II. besucht die Domstadt    

    1989   

    Aufnahme    der Städtepartnerschaften mit Ravenna (Italien) und Kursk (Russland)    

    1990   

    Speyer    feiert sein 2000jähriges Bestehen mit zahlreichen Ausstellungen, Konzerten    und Aktionen
    Die Präsidenten Bush (USA) und Gorbatschow (Sowjetunion)    besuchen Stadt und Dom auf Einladung von Kanzler Kohl
   

    1991   

    Auf    einem denkmalgeschützten Industriegelände von 1913 öffnet das    Technik-Museum    

    1992   

    Bundespräsident    Richard von Weizsäcker eröffnet die mehrfach verschobene    Salier-Ausstellung. Während ihrer dreimonatigen Dauer strömen fast 500 000    Menschen in das Historische Museum der Pfalz
    Partnerschaft mit Gnesen (Polen)
    Ein Mahnmal am früheren Standort der Synagoge soll an die lange Geschichte    der jüdischen Gemeinde in Speyer erinnern
   

    1994   

    Werner    Schineller (CDU) gewinnt OB-Direktwahl
    Land und Stadt kaufen Luftlandeplatz
    Bundeskanzler Helmut Kohl besucht mit dem französischen Premierminister    Eduard Balladur den Speyerer Dom
    Der russische Präsident Brois Jelzin besucht mit seiner Gattin in    Gesellschaft von Bundeskanzler Helmut Kohl den Speyerer Dom
   

    1995   

    700 Jahre    alte Fährverbindung nach Rheinhausen nach 29 Jahren Pause wieder eröffnet
    Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck besucht Speyer.
    Der englische Premierminister John Major besucht Speyer.
    Oberbürgemeister Schineller, Valerijan Viktorow (Vizepräsident des    russischen Föderalrates) und Vladislaw Terechow (Botschafter der russischen    Föderation) eröffnen im Rathaus die deutsch-russische Wirtschaftstagung.
    Festakt der Speyerer CDU zum 40jährigen Bestehen
   

    1997   

    Speyer-Besuch    des Bundespräsidenten Roman Herzog, 1969 bis 1973 Professor für Staatslehre    und Politik an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften, 1971/72 deren    Rektor und 1984 dort Honorarprofessor
    Abzug der französischen Streitkräfte
    Grundsteinlegung für das erste IMAX-Dome Kino auf dem Gelände des Technik    Museums
   

    1998   

    Die    Stadt, die jetzt knapp 50 000 Einwohner hat, schließt eine Partnerschaft    mit Yavne (Israel)
    Großer Zapfenstreich zur Verabschiedung von Bundeskanzler Helmut Kohl von    der Bundeswehr
   

    1999   

    Speyer    erhält den Europapreis, die höchste Ehrung des Europarates für    städtepartnerschaftliche Aktivitäten
    Verkauf des alten Hafens an private Investoren
   

    2000   

    Rund 20    000 Menschen erleben zum Jahreswechsel 1999/2000 die Millenniumsfeier auf der    Maximilianstraße in Speyer
    Eröffnung des Wilhelmsbaus auf dem Gelände des Technik Museums
   

    2001   

    Bundeskanzler    Gerhard Schröder besucht mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten    Kurt Beck den Kaiserdom
    Eröffnung des Kulturhofes Flachsgasse (im Juni 2001)
   

    2002   

    Tagung    „Europäischer Mittelstädte 2010“ mit acht europäischen Städten und den    Partnerstädten Speyers
    Dr. Bernhard Vogel wird zum 21. Ehrenbürger der Stadt Speyer ernannt (14.    November)
    OB Werner Schineller übergibt die Großsporthalle Speyer-Nord ihrer    Bestimmung
   

    2003   

    Eröffnung    des Sea Life Speyer (14. April)
    Festakt zum 100jährigen Bestehen des Verkehrsvereins Speyer (15. Juli)
    Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Luise Herklotz (6. September)
    Wiedereröffnung der Stadthalle Speyer (17. Dezember)
   

    2004   

    Die    Gedächtniskirche feiert ihr 100-jähriges Jubiläum
    Zum 475. Mal jährt sich der Speyerer Reichstag von 1529
    Vor 900 Jahren weihte die Jüdische Gemeinde Speyers ihre Synagoge
   

    2008   

    Speyer    erweist sich beim nationalen Wettbewerb „Mission Olympic“ als aktivste    Stadt Deutschlands    

    2009   

    Unterzeichnung    des Kooperationsvertrages mit der Stadt Ningde in Fujian/China    

    2010   

    Die    Speyerer feiern den 100. Geburtstag ihres Brezelfestes
    OB Werner Schineller wird nach 16 Jahren Amtszeit verabschiedet
    Hansjörg Eger gewinnt OB-Direktwahl
   

 

Sprache: Englisch